... etwas über meine Krankheit :

 

Ich habe MS (Multiple Sklerose)

na und ?

mit primär chronisch progredienter Verlaufsform

 

... mit 38 Jahren wurde MS diagnostiziert

 

 

Aber mit Sicherheit hatte ich die MS schon eher .  

Nur ich selbst habe es scheinbar ignoriert .  

Die ersten Anzeichen hatte ich bereits mit ca. 25 Jahren . 

 Leider kannte ich die erst , nachdem ich mich damit

beschäftigt hatte . 

 

 

 

November 2005 : Orthopäde 

- ständig , bei leichten körperlichen Überanstrengungen ,

  Schmerzen im Rücken und keine Kraft in den Beinen 

- beim Röntgen wurde festgestellt , dass meine Lendenwirbel

   etwas eng beieinander waren

- Folge : 15 mal je 5 Spritzen in den Rücken und 

  15 mal Akkupunktur

- keine Besserung !!!


Februar 2006 : MRT (Kernspin)

- 1. MRT vom unteren Rücken ---> nur Schatten

- 2. MRT bis Hals ( HWS ) ---> nur Schatten 

- 3. MRT (3 Tage später) vom Kopf ---> 4 Entzündungs-Herde , 

   allerdings vernarbt und nicht mehr aktiv 

   Einer davon drückt auf den Sehnerv , sodass ich , bei leichter 

   körperlicher Anstrengung , auf dem rechten Auge schlecht sehe 

      ( verschwommen und doppelt ) 


März 2006 : Lumbalpunktion

- Nervenwasseruntersuchung 


März 2006 : Diagnose :   Es ist MS !


März 2006 :

Da sich mein krankheitsverlauf nicht akut

verschlechtert , wurde ich eingestuft , 

in eine der relativ seltenen Formen von MS

Primär chronisch progrediente Verlaufsform

( Das heisst , es wird langsam , schleichend immer schlechter )


... und   leider   stimmt   das   auch   !


April 2006 :

Gehstrecke liegt bei knapp 2000 m

- natürlich nur vormittags

- gehe nur noch mit Stock , um auch meine

   Gleichgewichtsstörungen unter Kontrolle zu halten  


April 2006 : Kortison-Stoss-Therapie

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

                                               

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster ,

- Kernspin vom Kopf


September 2006 : Kortison-Stoss-Therapie

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hitrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster


März 2007 : Kortison-Stoss-Therapie 

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster

- Kernspin vom Kopf

1 neuer Herd im Kopf


September 2007 : Kortison-Stoss-Therapie

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup 

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster ,

- Kernspin vom HWS und BWS


Oktober 2007 : Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock

                                                    


März 2008 : Kortison-Stoss-Therapie 

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster ,

-  Kernspin vom Kopf

1 neuer Herd im Kopf


April 2008 :

- Gehstrecke liegt mittlerweile bei ca. 800 m


September 2008 : Kortison-Stoss-Therapie

                                                           

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster 


Oktober 2008 : Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung 

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock 


 Oktober 2008 : Verordnung eines Rollstuhls

- momentan recht seltene Nutzung

- aber wenn ich am Nachmittag oder am Abend etwas

   unternehmen will , setze ich mich da rein und das

   Leben ist leichter und ich kann trotzdem alles machen


Januar 2009 :

- Gehstrecke liegt mittlerweile bei max. 600 m

- auch nur vormittags


Februar 2009 : Kortison-Stoss-Therapie 

- das 1. Mal ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- da es mir akut schlechter ging (keine Kraft im linken Bein) ,

  wurde die Behandlung um 14 Tage vorgezogen


März 2009 : E-Rolli für die Arbeit 

- da ich noch voll berufstätig bin , wurde der Antrag

  auf ein E-Rolli vom Integrationsamt genehmigt

Sopur QUICKIE Samba Lite

 

- da mein Arbeitgeber eine recht grosse Firma

  mit ca. 1500 Mitarbeitern und 4 Gebäuden ist ,

  kam nur ein E-Rolli in Frage

- Nutzung momentan ab Mittag


Juli 2009 : Kortison-Stoss-Therapie   

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster

- Kernspin vom Kopf

1 neuer Herd im Kopf

- Krankenhaus deshalb, da ich danach wieder als

  AHB (Anschluss-Heil-Behandlung) zur Reha fahre .

- Da sich mein Verlauf weiter verschlechtert , 

  muss ich nun statt halbjährlich ,

  aller 4 Monate zur Kortison-Stoss-Therapie .

- Die Gehstrecke verkürzt sich auch immer mehr und

  liegt momentan bei max. 500 m (vormittags)

- Der Rollstuhl kommt immer mehr zum Einsatz und

  er hilft mir ungemein .

  Ich kann dadurch meine Kräfte sparen und habe

  nachmittags und abends bedeutend mehr Kraft

  in den Beinen .


Juli/August 2009 : Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung 

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock 


November 2009 : Kortison-Stoss-Therapie 

- ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- bedeutend weniger Nebenwirkungen als bisher

- der Mensch ist scheinbar doch ein Gewohnheitstier :-)


 

Februar 2010 : Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- da es mir akut schlechter ging

  (keine Kraft in den Beinen und Rückenschmerzen) ,

  wurde die Behandlung um 1 Woche vorgezogen


  Juli 2010 : Kortison-Stoss-Therapie   

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster

- Kernspin der HWS und BWS

1 neuer Herd in der HWS

somit jetzt 6 im Kopf und 6 in der HWS

- Krankenhaus deshalb, da ich danach wieder als

  AHB (Anschluss-Heil-Behandlung) zur Reha fahre .

- Die Gehstrecke verkürzt sich auch immer mehr und

  liegt momentan bei max. 100 m (vormittags)

- Der Rollstuhl kommt immer mehr zum Einsatz und

  er hilft mir ungemein .


 

Juli/August 2010 : Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung 

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock


November 2010 : Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage 


Januar 2011 :

- Gehstrecke liegt mittlerweile bei max. 100 m

- auch nur vormittags , abends eher 20 m


Februar 2011: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos , ausser , dass meine Venen immer schlechter werden

   und ich immer öfter gestochen werden muss .

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage


Juli 2011 : Kortison-Stoss-Therapie   

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster

- Kernspin vom Kopf

nix Neues im Kopf !

- Krankenhaus deshalb, da ich danach wieder als

  AHB (Anschluss-Heil-Behandlung) zur Reha fahre .



Juli/August 2011 : Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung 

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock


Oktober 2011 : neuer E-Rolli 

Sopur Breezy Rubix

  

- natürlich wieder mit E-Fix E25 (Elektro-Antrieb muss sein)

- nun hat mein alter Leichtgewichts-Rollstuhl von "DAYS" ausgedient. 

- ab sofort fahre ich deutsche Markenware und nicht mehr den "Holländer"


November 2011: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage


März 2012: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage


Juli 2012 : Kortison-Stoss-Therapie   

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- VEP , SEP , Schachbrettmuster

- Kernspin vom HWS / BWS

nix Neues gefunden !

- Krankenhaus deshalb, da ich danach wieder als

  AHB (Anschluss-Heil-Behandlung) zur Reha fahre .


Juli/August 2012 :

Reha in Hagen als Anschlussheilbehandlung 

- 4 Wochen Reha in der Klinik Ambrock

- auf dem Laufband in der Reha habe ich einmal mit festhalten und höchstützen , 600 m geschafft !!!


November 2012: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage


März 2013: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder ambulant bei meinem Hausarzt

- völlig problemlos

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage


Juli 2013: Kortison-Stoss-Therapie 

- das 1. Mal in der Sauerlandklinik Sundern / Hachen

- Fach-Akut-Spezialklinik für Multiple Sklerose

- Station B2

- 3 Wochen

- parallel zum Kortison werden dort Anwendungen durchgeführt

und Untersuchungen gemacht (auch Kernspin)

- 5 mal 1000 mg , also 5 Tage

- es hat mir sehr gut gefallen und super Organisation

- vorallem voll durchstrukturiert

- 10 mal besser als das Krankenhaus in Münster oder Reha in Hagen

- vorallem in 3 Wochen ist alles abgehandelt

 


November 2013: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder in der Sauerlandklinik Hachen

- Station C1

- diesmal 12 Tage

- 5 mal 1000 mg plus Anwendungen

 


März 2014: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder in der Sauerlandklinik Hachen

- Station C1

- wieder 12 Tage

- 5 mal 1000 mg plus Anwendungen

 


Juni 2014 :   

- Im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

- ambulanter Termin beim Neurologen

- Kernspin vom Kopf

nix Neues gefunden !

- Knochendichtemessung im CT

- manifestierte Orteoporose festgestellt , da das viele Kortison der letzten Jahre

  seine Wirkung an den Knochen hinterlassen hat

- somit muss ab sofort das Kortison runtergefahren werden


Juli 2014: Kortison-Stoss-Therapie 

- Kurz-Reha inkl. Kortison in der Sauerlandklinik Sundern / Hachen

- Fach-Akut-Spezialklinik für Multiple Sklerose

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Station C2 - 3 Wochen

- parallel zum Kortison werden dort Anwendungen durchgeführt

  und Untersuchungen gemacht

- 3 mal 1000 mg , also nur 3 Tage, wegen Osteoporose

- sollte sich die Knochendichte bis nächstes jahr nicht bessern ,

  darf ich ein paar Jahre, gar kein Kortison mehr nehmen ,

  sondern muss auf Mitox schwanken



November 2014: Kortison-Stoss-Therapie 

-da es in der Sauerlandklinik immer der selbe Ablauf ist ,

wollte ich was Neues ausprobieren

- deshalb wechsel zur Neurologischen Klinik Sorpesee

die auch in Sundern ist , nur anderer Stadtteil ,

aber weiter unten am Sorpesee

- Zimmer im unteren Ostflügel (direkt über der Anmeldung)

- 9Tage

- 3 mal 1000 mg plus Anwendungen

da mittlerweile bei der letzten Knochendichtemessung ,

manifestierte Ostheoporose , festgestellt wurde und ich somit

nicht mehr so viel Kortison nehmen darf

- somit muss ich zukünftig aller 3 Monate zur Kortison-Stoss-Therapie

- Termin für den 5.1.2015 ist gemacht


Januar 2015: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder in der Klinik Sorpesee im Sauerland

- unterer Ostflügel

- diesmal 9 Tage

- 3 mal 1000 mg plus Anwendungen


März 2015: Knochendichtemessung 

- erneut im CT zur Knochendichtemessung

- danach Termin beim Endokrinologen

- keine Veränderung bei den Knochen, zu der Messung vor einem halben Jahr

- somit gibts auch keine Halbjahresspritze für die Osteoporose vom Doc

- soll bei 3 x 1000 mg Kortison bleiben


März 2015: Kortison-Stoss-Therapie 

- wieder in der Klinik Sorpesee im Sauerland

- unterer Ostflügel

- diesmal 10 Tage

- 3 mal 1000 mg plus Anwendungen


Juli 2015: intrathekalen Kortison-Stoss 

- nach ambulanten Termin Anfang Juni im St. Josef Hospital Bochum ,

  wo auch Prof. Dr, Gold praktiziert , wurde mir bestätigt , dass ich für die

  intrathekale Volon A - Therapie prädistiniert bin

- stationäre Aufnahme Anfang Juli auf der NR3 - Haus R

- nach Blutuntersuchung am 2. Tag , 1. Punktion in den Spinalkanal

  (Lumbalsäckchen) mit 60mg Volon A

- 2 Tage später erneut Punktion mit 80 mg Volon A

- da kleine Nadel genommen wurde und ich mich danach sofort flach hingelegt habe ,

  keine Kopfschmerzen

- generell fast gar keine Nebenwirkungen

- nach 14 Tagen kann ich sagen , dass es mir sehr gut geholfen hat !!!

- bedeutend mehr Kraft und auch die Schmerzen in den Armen sind fast weg .

- Sehen ist auch besser geworden , obwohl mir vorher immer gesagt wurde ,

   dass die intrathekale hauptsächlich nur in die Beine geht .

   Stimmt bei mir nicht !


Oktober 2015: intrathekalen Kortison-Stoss

- da beim 1. Besuch das Depot mit 140 mg Volon A aufgebaut wurde ,

  standen diesmal nur 80 mg an und eine Punktion

- Aufenthalt 1 Nacht und gut


November 2015: intrathekalen Kortison-Stoss

- die 80 mg haben mir überhaupt nicht geholfen

- die Wirkung hat vielleicht 14 Tage angehalten und das wars

- Anruf Montag morgen , dass sie mich auf die Warteliste setzen sollen ,damit ich nachtanken kann

- 1 Stunde später kam der Rückruf ,wenn ich kann , dann soll ich gleich kommen , sie haben ein Bett frei

- ich also los

- die Ärzte waren auch der Meinung dass das mit dem 80 mg nix bringt und 

  ich habe wieder in 2 Punktionen intrathekal , 140 mg bekommen

- ausserdem hatte ich MRT (Kernspin ) von Kopf und HWS , Knochendichtemessung und

  Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten

- alles gleichbleibend schlecht , aber nicht noch schlechter geworden


- am 31.12.2015 abe ich testweise mit Fampyra begonnen

- mal sehen , ob ich zu den Auserwählten zähle , die besser und weiter Laufen können dadurch


Februar 2016: intrathekalen Kortison-Stoss

- erneut 140 mg Volon A in Bochum

- Bei der 1. Punktion mussten sie 4 mal stechen , da sie nicht reinkamen

- merke : so weit unten wie möglich rein , dann klappt es auch sofort

- so wie bei der 2. Punktion

- ausserdem hatte ich EKG und Doppler der Halsschlagadern

- alles O.K.


Juli 2016: intrathekalen Kortison-Stoss

- es wurde zwar , gegen den Rat der Ärzte , vereinbart ,

  dass ich ab sofort statt 140 mg , 160 mg , also zweimal 80 mg bekomme

- somit brauch ich nur noch aller 4 Monate , also 3 mal im Jahr , nach Bochum

- dann jedoch für mind. 4 Tage , da immer zwischen den beiden Punktionen , 1 Tag Pause sein muss .

- gehe ich übers Wochenende , dann sogar 5 Tage  Freitag hin und Dienstag wieder nach Hause

- merke : so weit unten wie möglich reinstechen , dann klappt es auch sofort

-  die Ärzte meinten , gibt man zu viel , kann es komplett ins Gegenteil umschlagen

_ das ist bei mir etwas so , zumindest habe ich 1-2 Tage danach leichten Muskelkater in den Oberschenkeln und

  das heisst , die Beine müssen sich mehr anstrengen

- ist aber nicht schlimm und nehme ich dfür in Kauf


November 2016: intrathekalen Kortison-Stoss

- wie oben geschrieben , ab sofort nur noch im März / Juli und November nach Bochum

- immer 2 Punktionen und immer 160 mg

- bekommt mir sehr gut und die Fatigue und die Spastik ist fast weg !


Januar / Juli / November 2017: intrathekalen Kortison-Stoss


Da ich keine schubförmige MS habe , helfen auch keine Spritzen o.ä.

Das einzige , was ich machen kann , ist vorsorglich eine  

Kortison-Stoss-Therapie . 

Diese bekomme ich 4 mal im Jahr .

Jeweils 3 Tage mit je 1000 mg Kortison   

Alles über Infusion (Tropf) im Krankenhaus oder ambulant .  

Danach geht es mir besser 

 

Nicht sofort , da ich erstmal sämtliche Nebenwirkungen 

vom Kortison mitnehme ,  aber nach 2 - 3 Wochen ist

alles gut und ich habe etwas mehr Kraft in den Beinen .  

Auch das Verschwommensehen und Doppelbilder im

rechten Auge bessert sich durch Kortison . 

 


Gestatten, mein Name ist MS

 

Hallo! Ich bin die MS. Mit vollem Namen heisse ich Multiple Sklerose. Aber die Abkürzung finde ich cooler. Ist so ähnlich wie mit dem JR aus «Dallas»; ich bin ebenso fies. Im Gegensatz zu dem Ölmulti habe ich sogar noch einen lateinischen Titel: Enzephalomyelitis disseminata. Trotzdem: MS passt schon.

Allgemein wirft man mich in einen Topf mit den chronischen Krankheiten. Speziell stolz bin ich darauf, dass gegen mich noch kein Kraut gewachsen ist. Weil nämlich niemand weiss, woher ich wirklich komme und warum ich mir gerade den Menschen aussuche, der mich dann ein Leben lang am Hals hat. Natürlich arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck, um mir auf die Schliche zu kommen. Gegenwärtig reparieren sie allerdings nur mehr als notdürftig die Schäden, die ich hinterlasse.

Ich bin ein wahres Genie, weil ausgesprochen wandelfähig und kreativ. Nicht umsonst nennt man mich auch «Die Krankheit mit den tausend Gesichtern». Denn, ich plage den einen heftiger, den andern fast gar nicht, entzünde Sehnerven, lasse stolpern und wanken, führe zu Missgriffen, verwirre die Empfindungen, tanze mit manchen den «Zitterfox», mache schlapp oder auch steif, lasse bleierne Müdigkeit den Tag vermiesen, die Blase ein Eigenleben führen, vergälle das Liebesleben und zische da und dort mit einem mörderischen Schmerz durch die Glieder und Eingeweide. Je nach Lust und Laune mische ich einen Symptom-Cocktail zusammen oder belasse es auch nur bei einer Widrigkeit. Ich bin da sehr flexibel. Auch, was mein Bemerkbarmachen angeht. Ich komme oft schubweise daher, wobei mir der Überraschungseffekt ausgesprochen wichtig ist. Sehr gerne hinterlasse ich dann einen neuen Schaden oder auch zwei oder verstärke bestehende. Wenn ich ganz hinterhältig aufgelegt bin, stichel ich nur ein bisschen, grad so viel, dass es meinem Wirt nicht auffällt, aber genügend, damit er sich schleichend schlechter und schlechter fühlt. Und dann gibt's auch noch wenige Menschen, die mich derart langweilen, dass ich sie nur einmal heimsuche und danach nur mal so nebenbei vorbeischaue.

Ach, ihr wollt wissen, wie ich mein zerstörerisches Werk verrichte? Die Wissenschaft glaubt, dass eine Virusinfektion im Kindes- oder Jugendlichenalter eine Rolle für mein späteres Auftauchen spielen kann. Lassen wir sie in dem Glauben. Soviel sei verraten: Ich niste mich im Zentralnervensystem ein, befalle an verschiedenen Stellen (dher multipel) im Gehirn, an den Sehnerven und im Rückenmark die Schutzhüllen der Nervenfasern (das sogenannte Myelin). Das führt dort zu Entzündungsherden und zu Vernarbungen (Sklerosen). Weil die Nervenfasern jetzt teilweise blank liegen oder hässliche Narben haben, leiten sie schlecht. Das wiederum löst diese unterschiedlichen Funktionsstörungen aus. Die Schutzhüllen können sich, wenn überhaupt, nur teilweise regenerieren, darum bleiben oft die Störungen erhalten. Und mit jedem Schub sorge ich dafür, dass der Schaden etwas grösser wird. Oder ich seh' zu, dass die Entzündung schon gar nicht mehr nachlässt. Etwa zwanzig Prozent der Menschen, die ich heimsuche, zwinge ich früher oder später in den Rollstuhl. Man wird mit mir genau so alt wie ohne mich. Ansteckend? Gott bewahre! Dazu bin ich viel zu exklusiv. Darum lasse ich mich auch nur sehr, sehr ungern vererben.

Grundsätzlich mag ich lieber Jüngere und mir liegen Frauen mehr als Männer, darum befalle ich Frauen doppelt so oft. In jüngster Zeit finde ich auch immer häufiger Gefallen an Jugendlichen und sogar Kindern. Meine bevorzugte Heimat sind die gemässigten Klimazonen; ich mags eher kühl. Speziell wohl fühle ich mich in Skandinavien, wohingegen mir die Hitze des Südens absolut nicht behagt. Auch Japan ist mir nicht sympathisch.

Ach, es gibt so viel von mir zu erzählen! Dauernd entdecke ich selbst neue Seiten an mir. Was Wunder, kriegt man mich nicht zu fassen. Die Ärzte rücken mir neuerdings mit Interferonen zu Leibe. Schmeckt scheusslich! Drum lass ich mich bei den Menschen, die solches Zeugs spritzen, weniger oft blicken. Oder lass mal das Piesacken ganz sein. Aber wirklich sicher vor mir machen die Chemiekeulen auch nicht – kommt ganz auf meine Tagesform an.

 

Copyright by Lilly Sulzbacher, Juli 2005

 


Multiple Sklerose (MS)

Beschreibung

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, die das Gehirn, Rückenmark und den Sehnerven betrifft. Der Begriff "multiple Sklerose" setzt sich aus den Wörtern "skleros" (= hart) und "multiplex" (= vielfach) zusammen. Bestimmte Nervenstrukturen entzünden sich und es kann zu verschiedenen Beschwerden wie Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Lähmungen kommen. Ein solcher Krankheitsausbruch heißt "Schub".

Die Verlaufsformen der MS sind unterschiedlich. Meist bilden sich die Symptome wieder vollständig zurück, bis es zu einem neuen Schub kommt. Bei 90 bis 95 Prozent der Kranken verläuft die Krankheit schubweise. Bei 30 bis 40 Prozent wird die Krankheit nach einiger Zeit kontinuierlich schlimmer und es treten keine Schübe mehr auf. Bei wenigen Patienten verläuft die Krankheit von Anfang an ohne Schübe und verschlechtert sich zunehmend.

MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. In Deutschland sind etwa 120.000 und 140.000 Menschen an einer MS erkrankt (1). Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bislang ist die Multiple Sklerose noch nicht heilbar. Mit Medikamenten lässt sich der Verlauf der Erkrankung aber günstig beeinflussen.

Autoimmunerkrankung MS

MS ist eine Autoimmunerkrankung. Hierbei richten sich Abwehrzellen (Immunzellen) des Körpers, die normalerweise fremde Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder andere Keime unschädlich machen, gegen körpereigene Strukturen. Das Immunsystem greift die Hüllen der Nervenfasern (Myelinhüllen) an. Es kommt zu einer Entzündung in bestimmten Bereichen des Gehirns, Sehnervs oder des Rückenmarks (= Zentralnervensystem, ZNS), die zu einer Zerstörung der Myelinscheiden führt. Diesen Prozess nennt man Demyelinisierung.

 

 

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